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30/08/2002
Mässiger Bierkonsum genauso gesund wie Weinkonsum

Eine Untersuchung der Universität New England (UNE) hat gezeigt, dass Bier die gleiche positive Auswirkung hat wie Wein: Es reduziert den Cholesterinspiegel und beugt den Zellenabbau im Körper vor.

Professor Ken Watson der Schule für Biologische, Biomedizinische und Molekulare Wissenschaften der UNE, hat die Auswirkung von Alkoholkonsum auf den Gehalt an Antioxidantien im Blut geprüft.
“Mässiger Alkoholkonsum hat zwei Auswirkungen.” sagt Watson. “Einerseits verringert der Alkohol das schlechte Cholesterin und das gute Cholesterin vermehrt sich; andererseits enthält der Alkohol selbst Antioxidantien. Von diesem Standpunkt aus ist Bier genauso gut wie Wein.", fügt er noch hinzu.

Die in Wein enthaltenen Antioxidantien, die unter dem Namen Polyphenole bekannt sind, sind in den Kernen und der Haut von Trauben enthalten und werden während des Gärungsprozesses konzentriert.
Sie funktionieren als Aufräumer der freien Radikale, das sind destruktive Formen von Sauerstoff, die der DNA schaden und die zum frühzeitigen Altern oder Absterben der Zelle führen können. Die Untersuchung von Prof. Watson und seinem Team, das nur aus Männern zusammengesetzt war, umfasste den Konsum von Bier, Rotwein und Weisswein in einer Reihe von Sitzungen, die jeweils zwei Stunden dauerten. In regelmässigen Abständen wurden Blutproben entnommen.

Das Niveau der Antioxidantien im Blut stieg nach dem Konsum von Rotwein und Bier an, beim Konsum von Weisswein stieg der Wert weniger an.
“Dank unserer Arbeit wird der Mythos, dass Rotwein eine wirkungsvollere Quelle von Antioxidantien bildet als Bier, aus der Welt geschafft,“ so Watson. “Der wissenschaftliche Beweis dafür, dass mässiger Alkoholkonsum Vorteile für die Gesundheit mit sich trägt, ist jetzt überwältigend”.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Antioxidanswert immer weiter ansteigt, wenn man mehr und mehr Alkohol trinkt. Laut Watson erfolgte keine weitere Steigerung der schützenden Auswirkung nach dem Konsum von zwei Standardeinheiten. Er fügte noch hinzu, dass Abstinenzler nicht aufgrund der Vorteile der Antioxidantien auf Alkohol umsteigen sollten, diese sind in gleicher Menge im Traubensaft vorhanden.

“Dies bedeutet nicht, dass ein Nicht-Trinker oder ein Abstinenzler zu trinken anfangen muss”, so sagte der Professor. “Wir wollen hiermit lediglich sagen, dass es eine gute Nachricht für die mässigen Trinker ist, aber Mässigkeit bleibt das Schlüsselwort.”
Als mässigen Alkoholkonsum bezeichnet man zwei Standardeinheiten pro Tag für Männer und eine bis zwei Standardeinheiten für Frauen. Professor Watson hofft, dass er seine Untersuchung auch noch einmal mit Frauen durchführen kann.


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